Viele Möglichkeiten

bieten den Vorteil, viele Varianten zur Auswahl zu haben, um den jeweils für Situation und Person am besten passenden Werkstoff verwenden zu können. Es bringt aber auch eine gewisse Verwirrung mit sich, wenn man als Patient die Unterschiede nicht kennt und nicht weiß, wann welches Material am besten ist. Darum möchten wir Ihnen hier kurz und knapp ein paar Informationen bieten, um besser entscheiden zu können.

Was ist Zirkon?

Zirkoniumdioxid, umganssprachlich Zirkon, ist ein Oxid des Metalls Zirkonium, wurde 1789 von dem deutschen Chemiker M. H. Klaproth entdeckt und fristete dann ein Nischendasein. Allerdings wurde dieses, über hervorragende Eigenschaften verfügende, „Wundermaterial” in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt.

Was die Medizintechnik schon lange in der Hüftgelenkschirurgie einsetzt, hat nun auch die Zahnmedizin erreicht und revolutioniert den Zahnersatz. So wird Zirkon in unterschiedlichen Varianten als Ersatz für die bis dato genutzten metallischen Legierungen verwendet. Als echte Hochleistungskeramik besticht es durch seine außerordentlichen Eigenschaften wie hohe Biegefestigkeit, Härte und Weibull Modul. Die weiße Farbe und Lichtdurchlässigkeit sorgen für eine perfekte, ansprechende Ästhetik, die Stabilität und Belastbarkeit für die außergewöhnliche Langlebigkeit der Kronen und Brücken. Darüber hinaus bietet sich Zirkon durch seine gute Verträglichkeit bzw. Biokompatibilität ideal für Allergiepatienten an und macht es somit für den Einsatz in der Zahnheilkunde unverzichtbar. Zirkonoxid wird durch Yttrium partiell stabilisiert, seine Biegefestigkeit durch die Zugabe von Aluminiumoxid sogar nochmals gesteigert.

Es gibt hochgoldhaltige und reduzierte Legierungen, umgangssprachlich „Spargold“. Bei den reduzierten Legierungen werden im Vergleich zu einer Hochgoldlegierung mehr „unedle“ Bestandteile wie Silber, Kupfer, Zink o.ä. verwendet. Dies spiegelt sich dann auch am Preis wieder, da die reduzierten Legierungen günstiger sind.

Vorteile:

• Keine Mundschleimhautrötungen
• Biokompatibel
• nicht magnetisch (MRT-Kompatibel)
• Korrosionsbständig (kein Metallgeschmack im Mund)
• hohe Verschleißfestigkeit
• geringe Wärmeleitfähigkeit gegenüber Metall (gute thermische Isolation)

Was sind Edelmetalllegierungen ?

Das Wort Legierung beschreibt das Verschmelzen verschiedener Metalle. In diesem Fall Edelmetalle wie Gold, Platin, Palladium etc. So werden die gewünschten Eigenschaften wie Biegefestigkeit, Härte usw. für das entsprechende Einsatzgebiet optimiert.

Was bedeutet NEM ?

NEM ist die Abkürzung von Nicht-Edel-Metall und aus der Zahntechnik kaum noch wegzudenken. Was früher in Gold gefertigt wurde, kann heute mithilfe modernster Verfahrenstechniken wie CAD/CAM in gleicher Qualität auch in NEM gefertigt werden. Der Vorteil für den Patienten liegt hier eindeutig im Preis. Denn NEM ist wesentlich günstiger als dentale Goldlegierungen.

NEM-Legierungen sind silberfarben und bestehen hauptsächlich aus Chrom, Kobalt und Molybdän mit wechselnden Anteilen und Beimengungen aus Silizium und anderen Bestandteilen.